Rekordverdächtiger Besucheransturm am Tag der Behinderten und Kranken bzw. am Abend der Frauen am Mausberg

 

Vermutlich einen Rekordbesuch konnte die Wallfahrtswoche auf dem Mausberg am vergangenen Mitwoch, dem Tag der Behinderten und Kranken verzeichnen. Sowohl der Berg als solcher, als auch die Gastronomie kamen dabei bis zu ihren Limit. Viele Wallfahrer waren gekommen, um auch den ehemaligen Gebenbacher Pfarrer Dr. Joseph Madathiparampil wieder zu treffen, der mit einem ganzen Bus Pilger aus Hohenkemnath gekommen war. Vielleicht hätte er schon zu Beginn der Woche kommen sollen, denn immer wen Pfarrer Joseph in Gebenbach ein Fest gefeiert hat, war herrliches Wetter.

In seiner Predigt sagte der Pfarrer bezüglich des Tagesthemas dass es nicht immer leicht sei, der Wahrheit und Wahrhaftigkeit gerecht zu werden. Man fühle sich zwar verletzt, wenn man von einem anderen in seinem guten Ruf oder seiner Ehre gekränkt werde aber der Mensch neige nun mal dazu, sich durch Lüge, Vertrauensmissbrauch und Herabsetzung anderer, Vorteile zu verschaffen. Auch deshalb habe Gott den Israeliten und damit den Menschen am Berg Sinai die zehn Gebote als Richtschnur ihrer künftigen Beziehung zu ihm und als Grundordnung des menschlichen Zusammenlebens gegeben.

Am Abend trafen sich die Frauen zum Gottesdienst, den Dekan Alexander Huber aus Lappersdorf mit ihnen feierte. Stark vertreten waren dabei auch die Zweigvereine des Frauenbundes, die mit acht Fahnenabordnungen aus der Umgebung und bis von Tirschenreuth gekommen waren.

Der Dekan meinte in seiner Predigt, dass der Irrtum sich deutlich von der Sünde und der Lüge unterscheide, aber er dennoch viel mit Wahrheit zu tun habe. Denn er sei ein falsches Urteil, das unbegründet für richtig und wahr gehalten werde. Die Möglichkeit des Irrtums liege in der Verstricktheit des Menschen in Schuld, sowie in der einfachen Endlichkeit seiner Vernunft. Irren sei zwar menschlich, aber wenn der Mensch in seinem Irrtum bleibe, obwohl er ihn durch Erkenntnis revidieren könne, dann bleibe er in einem schuldhaften Irrtum, der als Sünde bezeichnet werden könne. Der Irrtum widerspreche der Wahrheit, er verdecke sie und lasse sich selbst als Wahrheit aufscheinen. Darum sollten wir den Irrtum meiden und versuchen, uns der Wahrheit verpflichtet zu sehen.

Kein Irrtum war an diesem Abend, dass die Gebenbacher Herzensblecher den Gottesdienst wieder souverän und gelungen musikalisch mitgestalteten.

 


Pfarrer Dr. Joseph Madathiparampil an seiner alten Wirkungsstätte am Mausberg predigte zum Thema,: … dass ich die Wahrheit sage, wo irrtum ist.

 


Dekan Alexander Huber feierte mit zahlreichen Gläubigen und acht Fahnenabordnungen der Zweigvereine des Frauenbundes den Gottesdienst.