Zu einer Informationsveranstaltung über den aktuellen Planungsstand der Pfarrhofsanierung hatte die Pfarrgemeinde Gebenbach eingeladen. Pfarrer Dr. Christian Schulz, Pfarrvikar Christian Preitschaft und Kirchenpflegerin Susanne Lindner konnten dazu etwa dreißig interessierte Pfarrangehörige im Gasthaus Obermeier in Gebenbach begrüßen. Darunter auch den Planer und Architekten des Projekts Markus Rösch.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung überreichten die stellvertretende Vorsitzende der Frauenunion aus Gebenbach Christl Kredler, sowie Schatzmeisterin Amalie Bäumler einen Scheck in Höhe von 200 Euro für die Pfarrhofsanierung an Pfarrer Dr. Christian Schulz, der diesen erfreut entgegennahm und mit einem Augenzwinkern anmerkte, dass er dies gerne auch von anderen politischen Organisationen oder Parteien tun würde und dies deshalb keinesfalls politisch sehe. Die Spende stammt nach Aussage von Kredler aus den Einnahmen eines Konzerts, welches die Frauenunion im Sommer dieses Jahres veranstaltet hatte. Eine weitere Summe in Höhe von 800 Euro überreichten Elke und Manfred Kraus an den Pfarrer und die Kirchenpflegerin. Das Ehepaar Kraus veranstaltet jedes Jahr einen Flohmarkt für einen guten Zweck und konnte daraus in diesem Jahr einen Erlös von knapp 800 Euro für die Pfarrhofsanierung generieren, den sie großzügig auf diese Summe aufrundeten. Christl Kredler kündigte an, dass die Frauenunion bereits weitere Aktionen für den Pfarrhof, wie das Winterfest in diesem, sowie einen Bücherflohmarkt im kommenden Jahr geplant habe.

Planer Markus Rösch teilte mit, dass momentan die Entwurfsplanung mit den jeweiligen fachlich Beteiligten abgestimmt werde. Der derzeitige, von der Diözese bereits genehmigte Entwurf sehe eine Aufteilung der Nutzung in etwa 60% von der Pfarrgemeinde und 40% von der politischen Gemeinde Gebenbach vor. Üblicherweise räume man der Gemeinde in solchen Fällen ein 30-jähriges Nutzungsrecht ein. Das Konzept sehe für die Pfarrei entsprechend den Vorgaben der Diözese einen Büro- bzw. Konferenzraum im Erdgeschoß, sowie eine Pfarrvikarwohnung mit räumlich getrennten Gästezimmer und einem weiteren Appartement für eine Haushälterin im Obergeschoß vor. Für die Gemeinde stünden ein Jugendraum, ein Kulturraum sowie ein Archivraum im Erdgeschoss mit gemeinsam genutzten sanitären Anlagen zur Verfügung. Das Heizungskonzept sehe derzeit eine Wandheizung mit einer Heizungsanlage im Keller vor führte der Planer aus. Denkbar wäre aber auch eine Lösung mit einer zentralen Heizanlage im Pfarrgarten, mit welcher man sowohl Pfarrhaus, Rathaus und Kirche mittels Fernwärmeleitungen beheizen könnte. Berechnungen hierfür würden momentan angestellt.

Zu klären wäre nach Aussage von Rösch auch noch die Frage, ob die Außenfassade des etwa 400 Jahre alten und somit ältesten Gebäudes in Gebenbach nach dem ursprünglichen gotischen Baustil oder im Stile des in den später umgestalteten Barock erstellt werde. Beide Varianten kämen infrage und man würde hier eng mit den Denkmalschutzbehörden zusammenarbeiten, da eine denkmalgeschützte Sanierung auch Voraussetzung für eine möglichst effektive öffentliche Förderung sei. Rösch bezifferte die derzeitig geplanten Gesamtkosten für die Maßnahme mit etwa 1,4 Millionen Euro. Er verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass im kommenden Jahr die Ausschreibung der Arbeiten erfolgen und im Optimalfall mit den eigentlichen Bauarbeiten im übernächsten Jahr begonnen werden könne.

Bild (swo)
Eine Spende von 200 Euro überreichten (links) die stellv. Vorsitzende Christl Kredler und Kassiererin Amalie Bäumler von der Frauenunion, sowie 800 Euro das Ehepaar Elke und Manfred Kraus (rechts) an die Verantwortlichen in der Pfarrei, Kirchenpflegerin Susanne Lindner, Pfarrer Dr. Christian Schulz, sowie Pfarrvikar Christian Preitschaft (mitte)